Beim Verlegen gehen Fliese und Untergrund eine dauerhafte Verbindung miteinander ein und werden daraufhin gleichermaßen beansprucht. Bei Belastungen treten an der Oberfläche eine Biegedruck und an der Unterseite eine Zugspannung auf. Wird die Fliese durch Hohlräume im Boden und/oder eine geringe Festigkeit zu stark gebogen, bricht sie.
Daher ist es äußert wichtig, die Fliesen auf einen geschlossenen Kleber- bzw. Mörteluntergrund zu betten. Auch der Fliesenauswahl kommt hierbei eine große Bedeutung zu, da jede Belegart über eine spezifische Biegefestigkeit verfügt. Grundsätzlich gilt: Je dünner der Fliesenbelag desto geringer die Bruchfestigkeit. Fliesenhöhen von 10-12 mm sind optimal. Ein Dicke unter 8 mm wird vom FliesenProfi daher nicht empfohlen.
Außerdem bieten Angaben zu individuellen Biege- und Zugfestigkeiten bei hohen Punktlasten eine Orientierungshilfe. Bei Natursteinen z.B. erreicht Schiefer die höchste Biege- und Zugfestigkeit, die drei- bis vierfach so hoch ist wie die von Graniten.