Bei diesem heute allgemein üblichen Verfahren werden die Fliesen oder Steinplatten nicht im Mörtelbett verlegt. Stattdessen werden hydraulische Dünnbettmörtel, Dispersions- oder ein Epoxidharzkleber verwendet. Diese Methode ist besser zu handhaben als die Dickbettverlegung und für Hobby-Handwerker einfach zu bewältigen. Das Verfahren erfordert jedoch einen relativ ebenen Untergrund, wie verputzte Wände oder Estrich, und lässt nur leichte Nivellierungen zu.
Bei der Verwendung von Dünnbettmörtel empfiehlt der FliesenProfi, nur feinsten Sand mit einer maximalen Gesteinskörnung von 1 mm zu verwenden und den Mörtel mit chemischen Zusätzen plastischer zu machen. Eine Mörtelschicht von 4 mm ist dabei völlig ausreichend. Der Vorteil beim Dünnbettmörtel liegt in der längeren Einlegezeit, die beim Verlegen der Fliesen zur Verfügung steht. Außerdem bleibt Mörtel auch bei späterer Feuchtigkeitseinwirkung dauerhaft standfest.