Fugen

Da die meisten Fliesen produktionsbedingt nicht nahtlos aneinander verlegt werden können, entstehen zwischen ihnen Fugen, die mit Fugenmörtel ausgefüllt werden. Fugenfarben und Fugenbreiten werden dabei zum Gestaltungsmittel eines Fliesenbelags. Denn sie lassen die Fläche großzügiger oder feingliedriger erscheinen. Die Fugenbreite ist zwar technisch begrenzt aber innerhalb der möglichen Breiten individuell wählbar. Wandfliesen haben dabei üblicherweise schmalere Fugen als Bodenfliesen. Bei aller gestalterischen Freiheit ist jedoch zu bedenken, dass die Fugen trotz neuer Produkte den größten Schwachpunkt im Fliesenbelag bilden. Daher haben sich bei bestimmten Fliesengrößen erprobte Fugenmaße herausgebildet:

Fliesenkantenlänge Fugenbreite
bis 100 mm ca. 2 mm
bis 200 mm ca. 3 mm
bis 650 mm ca. 4 mm

Neuerdings werden viele Fliesen kalibriert, indem deren Außenseiten wie beim Naturstein exakt abgesägt werden. Immer schmalere Fugenbreiten werden so möglich. Aus ästhetischen Gründen sind daher immer häufiger Fugenbreiten von 1 bis 2 mm zu finden. Viele Hersteller, wie z.B. Codex mit Brillant Cristall, haben darauf reagiert und bieten feinkörnigen, dichten Fugenmörtel an, so dass sich auch diese Breiten problemlos verarbeiten lassen.

Um Fugenverschmutzungen und Schimmelbildung zu vermeiden, halten immer mehr Produkte im Wohnungsbau Einzug, die ursprünglich für den Bau von Schwimmbädern und Betrieben der Lebensmittelverarbeitung entwickelt wurden. Ein Beispiel ist Epo tix.